Sunday, June 17, 2007

gute Bücher

Jeder hat so seinen eigenen Geschmack, sei es beim Film oder bei der Lektüre, aber ich glaube, meine besten Bücher sind immer noch die besten.
Wie bereits erwähnt hatte ich vor mir ein Buch zu kaufen, was ich bereits getan habe.
Es handelt sich um ein Buch, das Miri auf der Pfingstfreizeit für die Schule lesen musste, was ihr allerdings nicht sehr am Herzen lag.
Mein Interesse hingegen hatte es geweckt und eh ich mich's versah saß ich auf der Bank und las von Goethe "Die Leiden des jungen Werthers"
Weil ich es allerdings an diesem Wochenende natürlich nicht ganz geschafft habe, und weil ich außerdem lieber meine eigenen Bücher habe, nahm ich mir vor es käuflich zu erwerben.
Ich tat dies an dem Tag der nichtgeschriebenen Mathearbeit und habe es gestern angefangen zu lesen.
Ich habe noch einmal vorne angefangen, um wieder besser rein zu komen, und bin bisher noch nicht über die Seite hinaus, bei der ich Ende Mai aufzuhören gezwungen war.

Und weil es einfach so wunderschön ist, wollte ich euch einen kleinen Textausschnitt zitieren.
Das Buch handelt von dem jungen (Herrn) Werther, der an irgeneinen Ort fährt (ein Kurort o.ä.) und eine Korresspondenz mit einem sehr guten Freund führt, dem er in seinen Briefen von seinen Erlebnissen und Bekanntschaften berichtet. Goethe (so steht es hinten im Anhang) verarbeitet in diesem Briefroman seine Liebe zu der jungen Charlotte Buff, der Braut des Braunschweigischen ...sekretärs J.C.Kestner.
Dies war im Jahre 1772, den Roman schrieb er zwei Jahre später und er spielt sich 1771 ab.
Der Roman beginnt folgendermaßen:

"Was ich von der Geschichte des jungen Werthers nur habe auffinden können, habe ich mit Fleiß gesammelt und lege es euch hier vor, und weiß, dass ihr mir's danken werdet. Ihr könnt seinem Geist und seinem Charakter eure Bewunderung und Liebe und seinem Schicksale eure Träne nicht versagen.
Und du , gute Seele, die du eben den Drang fühlst wie er, schöpfe Trost aus seinem Leiden und lass das Büchlein deinen Freund sein, wenn du aus Geschick oder eigener Schuld keinen nähern finden kannst."

Und sozusagen als "Hörbeispiel" habe ich noch die ein oder andere weitere Passage:
" am 4.Mai 1771
(........)
Übrigens find ich mich hier gar wohl. Die Einsamkeit ist meinem Herzen Balsam in dieser paradiesischen Gegend, und diese Jahreszeit der Jugend wärmt mit aller Füle mein oft schauderndes Herz.
Jeder Baum, jede Hacke ist ein Strauß von Blüten, und man möchte zur Maikäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und alle seine Nahrung darinne finden zu können."

" am 16.Juni
(.....)
Ich ging durch den Hof nach dem wohlgebauten Hause, und da ich die vorliegenden Treppen hinaufgestiegen war und in die Türe trat, fiel mir das reizendste Schauspiel in die Augen, das ich jemals gesehn habe. In dem Vorsaale wimmelten sechs Kinder, von eilf(3) zu zwei Jahren, um ein Mädchen von schöner mittlerer Taille, die ein simples weißes Kleid mit blassroten Schleifen an Arm und Brust anhatte. Sie hielt ein schwarzes Brot und schnitt ihren Kleinen ringsherum jedem ein Stück nach Proportion ihres Alters und Appetites ab, gab's jedem mit solcher Freundlichkeit, (....)
Ich bitte um Vergebung, sagte sie, dass ich Sie hereinbemühe und die Fraunzimmer warten lasse. Über dem Anziehen und allerlei Bestellungen fürs Haus in meiner Abwesenheit habe ich vergessen meinen Kindern (ihre Geschwister) ihr Vesperstück zu geben, und sie wollen von niemandem Brot geschnitten haben als von mir. Ich machte ihr ein unbedeutendes Kompliment und
meine ganze Seele ruhte auf der Gestalt, dem Tone, dem Betragen, und hatte eben Zeit mich von der Überraschung zu erholen, als sie in die Stube lief ihre Handschuh und Fächer zu nehmen. (....)"
(3) elf

Goethe lesen ist was Schönes!

Thursday, June 07, 2007

bei Elise

Heute waren wir bei Elise.
Wir waren in der Wohnung, haben was getrunken.
Wir sind in den Wilhelmshöher Park, haben Kuchen und Kekse gegessen.
Wir haben am Wasserfall gesessen und Bionade getrunken.
Wir haben WM Lieder gehört, und Red Hot Chilli Peppers.
Der Ball ist uns ins Wasser gefallen, zwei Mal.
(ich habe nicht an Mathe denken müssen)
Wir haben Fußball gespielt. Frankreich-Deutschland und Frankreich hat gewonnen!
Wir haben Fußball gespielt Trinidad and Tobago- Ghana und Trinidad and Tobago hat gewonnen.
Leute liefen zusehend vorbei, wir wechselten Worte und Sätze.
Wir lachten, wir unterhielten uns, wir hatten einen wunderschönen Tag!

Wednesday, June 06, 2007

vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr sind wir losgefahren.
Ich habe die Stunden gezählt bis um 20: 29.
Von Kassel.Und wir haben so viel erlebt!

wegen Wasserrohrbruchs

Am Montag hatten wir acht Stunden. Das ist immer so, montags, seit diesem Halbjahr.
Nämlich da haben wir Erdkunde, und in Erdkunde haben wir uns in acht gruppen geteilt, von der jede einen Vortrag halten muss, über ein Land.
Diesen Montag war die China Gruppe dran, und, auch wenn man froh ist, es hinter sich zu haben, man freut sich natürlich, wenn man doch noch eine Woche länger Zeit hat!
Allerdings war meine Gruppe ja gleich als erstes dran, am 16. April!, wir wollten eigentich über die Schweiz halten, aber das war zu klein, und da haben wir Indonesien genommen... naaja. Wir hatten also den Vorteil, dass wir es schon hinter uns hatten, wohin gegen, an diesem Montag noch zwei Gruppen vielleicht froh gewesen wären, noch mehr Zeit zu haben,
wie auch immer.
Am Montag also, da kam so um kurz nach halb Zwei eine Durchsage, das war kuz nach dem Ende der sechsten Stunde. Folgendes drang an unsere Ohren:
Wegen einem Wasserrohrbruch können die Toiletten von 13:55 bis 15 Uhr (oder so) nicht benutzt werden.
Wir konnten also wegen Wasserrohrbruchs nicht zur Toilette. Den Vortrag, den hörten wir uns trotzdem an.
Am Dienstag, da hatten wir sieben Stunden, in der 7. noch Spanisch, und ich habe, weil ich morgens erst um 7:20 aufgestanden bin ( hä-chm !) mir nur zwei Brote eingepackt; nicht weil ich dachte, wir hätten nur sechs Stunden, sondern weil ich dachte, es seien drei. naaja.
Aus eben diesem Grunde kaufte ich mir ein schönes belegtes Brötchen in der Kafete. Jaa.
Döselig wie immer, bemerkte ich kurz vorm Betreten der Klasse (wir hatten vorher Kunst nämlich), dass ich meine Kunstsachen in der Kunst hatte liegen lassen!
Ich glaube ich mache das wirklich jedes Mal!
Ich eielte zur Kunst, sah die Kiste nicht, dachte: scheiße, und eilte zurück.
Da kamen mir einige Spanier* entgegen, die sagten: wir können gehen!
Huch dachte ich! Wierum denn das?
Naja, ist ja acuh nicht so wichtig, wichtig ist nur:
Immer,wenn ich mir mAAl was kaufe, dann fällt der Unterricht aus!
Aber ich fand es doch sehr positiv, denn ich hatte noch Klavierunterricht und außerdem musste ich ja noch für die Mathearbeit am nächsten Tag (das war folglich heute!) lernen.
Diese Mathearbeit ist, abgesehen von einem Test, vor dem es mich nicht so sehr graust, die Letzte in diesem Jahr und aus diesem einfachen Grunde zählte ich schon seit Montagmittag die Stunden runter, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mit vor Freude überlaufendem Herzen das Hause betreten würde, um anschließend, ein laanges, lustiges und gemütliches Wochenende zu begehen!
Ich hatte also eine Dreiviertel Stunde mehr Zeit, um meine HA zu machen und Mathe zu lernen. Das hat was Gutes!!!
Ich war gewillt** am nächsten Tage früh auf zu stehen und mit der Bahn zu fahren, was mir dank Papas Tipp, den Wecker dann zu stellen, wenn ich wirklich aufstehen muss, und nicht 10 min. früher (denn dann schlafe ich gleich wieder ein), zu stellen.
Wir saßen in der Bahn, die Katrin, die Lena, die Denise und die ich, und Denise, die in der 9D ist und bei dem selben Mathelehrer die Arbeit über
quadratische Gleichungen(oder so) schon geschrieben hatte, beruhigte uns mit einigen einfachen Beispielen aus der Arbeit. :)
Etwas seltsam eigentlich, denn normalerweise habe ich nur vor Deutsch- und Bioarbeiten Angst!
Nun denn, die Arbeit war erst in der 5. und 6. Stunde, und bis dahin hatten wir also noch vier Stunden auszuharren.
Wir betraten den Flur, uns kamen strahlende Schüler aus unserer Klasse entgegen, sie sagten: wir können vielleicht um 10 gehen! wegen dem Wasserrohrbruch! Dann schreiben wir kein Mathe!
Nein! Naaahain! Hilfe! Das geht nicht! Inga war meiner Meinung, Katrin auch.
Wir hatten Angst.
Der gemeine Schüler hat Angst vor Arbeiten, Angst, vor Tests, Angst, vor Noten.
Doch wir, in diesem Falle, wir hatten Angst davor die Mathearbeit nicht schreiben zu können!
Die Noten mussten am Do, 14.Juni feststehen, wir mussten noch eine Arbeit schreiben, da kam man nicht umhin!
Sie zu verschieben wäre Mord!
Mord an einem Wochenende, das so schön nicht nochmal ist.
Am Donnerstag wollten wir zu Elise, frei von mathemathischen Gleichungen! Am Freitag wollte ich mit Kaddi ins Kino, Fluch der Karibik Teil 3, ohne parabelförmige Augen!
Nein! Das geht nicht! Es waren doch nur noch sechs Stunden! In sechs Stunden sollte das Schlimmste überwunden, das Letze hinter uns gebracht sein, in sechs Stunden wollte ich mir in Altenbauna mein am Montag bestellten Goethe abgeholt haben , und ihn am Wochenende lesen.
Am Wochenende, an diesem langen WOCHENEDNDE! Es sollte ein Besonderes sein, (so gut wie) alles vorbei, wir wollten das feiern, Kaddi und ich, im Kino,
ein Jahr nach unserer Frankreichreise, das wollten wir feiern, bei Elise!
Aber es war noch nichts verloren, die Hoffnung stirbt zu letzt, selbst beim Schüler; wir hatten bereits in Erfahrung gebracht, dass wir die Arbeit am Montag in der 2. und 3. schreiben würden, wenn der Unterricht ausfallen würde.
Aber nein. Es gab noch Hoffnung. Ende der großen Pause sollte eine Durchsage kommen.
Ich sage euch. Ich war AUFgeregt. Ich saß, ich hoffte, es war wie bei einem Fußballspiel, wie beim Finale, beim Elfmeter.
Ich saß, ich hoffte.
Ich saß, ich hoffte.
Es gongte.
A! rief ich! Leise! Durchsage? Fragezeichen!
Nein! Nein! Nein!
Ich war gerettet, und die, die so dachten wie ich.
Und ich war aufgeregt, aber diesmal im positiven Sinne.
Man hatte sich zwar schon alle Möglichkeiten ausgemalt, und war schon gar nicht mehr auf Unterricht eingestellt, aber wenn jetzt noch zwei normale Stunden kommen würden, wäre eine Arbeit noch möglich, fand ich.
In der Dritten hatten wir Englisch, Lehrprobe, mit Unterrichtsbesuch.
Da kam unser lieber Herr Schulleiter, bei dem wir vorher Bio hatten, herein, und sagte uns:
Die Entscheidung ist jetzt gefallen. Es ist jetzt Schluß. Wir schreiben die Arbeit am Montag. Die anderen werden jetzt gehen. Wir mögen doch bitte, auf Grund der Lehrprobe, drinnen bleiben, bis um 11.
Natürlcih, dass wir wegen der Lehrprobe noch 20 Minuten länger bleiben (die Stunde hatte ja schon angefangen) das war verständlich. Ja, das war es.
Ich wollte nicht. Die Mathearbeit! Das geht doch nicht! Und jetzt dachte ich doch...!
Mein Herz blutete; als würde es von einem Dolche erstochen; in Tausend Teile zersprang es.
Meine Seele schrie, das geht nicht, ich halte das nicht aus! warum gerade heute? die Mathearbeit, Elise, ich will jetzt nicht lernen, ich kann nicht, das Kino! Doch mein Kopf antwortete, ruhig, das schaffen wir.
Aber mehr fiel ihm nicht ein.
Ich harrte aus.
Wir bekamen eine Hausaufgabe. Ich ging nach Hause.
Warum gerade jetzt? Wie lange wartet man! Es ist der Traum eines jeden Schülers, dass die Schule ausfällt, weil sie abbrennt, weil zu viel Schnee liegt,
weil die Busse streiken, weil die Bahnen krank sind, weil der Kaiser geburtstag hat, oder sonst irgend was. Wasserrohrbruch! Wann gibt es das schon??
Wasserrohrbruch! Den erleben wir bestimmt nicht noch einmal! Und dann auch noch vor einem langen Wochenende!
Aber nein, gerade dann, wenn man die letzte Arbeit hinter sich bringen will! Gerade dann!
Und mein Wochenede?
Mord an einem Wochenende, das so schön nicht nochmal ist.
Am Donnerstag wollten wir zu Elise, frei von mathematischen Gleichungen!
Am Freitag wollte ich mi Kaddi ins Kino, ohne parabelförmige Augen!
Nein! Das geht nicht! Es wären doch nur noch drei Stunden gewesen! In drei Stunden sollte das Schlimmste überwunden, das Letzte hinter uns gebracht sein! Nun würde ich meinen Goethe jetzt schon abholen, und am Wochenede lesen, mit einem f(x)*' in jeder Zeile.
Am Wochenende! An diesem langen WOCHENENDE! Es sollte ein Besonderes sein, (so gut wie) alles vorbei, wir wollten das feiern, Kaddi und ich, im Kino,
ein Jahr nach unserer Frankreichreise, das wollten wir feiern, bei Elise!
Und nun, alles mit Normalparabelformen an der Wand, faktorisierte Formen im Gesicht, und Scheitelpunktformen im f(x)=Garten.''
Ich würde nicht mehr so viel lernen, ich hatte ja schon gelernt, aber ein bisschen musste, sonst würde ich ja alles vergessen.
Am Freitag werden wir ins Kino gehen, wir werden angespannt lauschen und uns in der Pause austauschen.
Morgen werden wir zu Elise fahren, wir werden Kuchen essen und Fußball spielen, lachen und weinen.
Am Samstag werde ich lernen, wegen Wasserrohrbruchs.





*hier: Teilnehmer an einem Spanischkurs
** etw vorhaben; tun wollen
*' zu lesen: äf von iks
'' zu lesen: äf von iks gleich ....