gute Bücher
Jeder hat so seinen eigenen Geschmack, sei es beim Film oder bei der Lektüre, aber ich glaube, meine besten Bücher sind immer noch die besten.
Wie bereits erwähnt hatte ich vor mir ein Buch zu kaufen, was ich bereits getan habe.
Es handelt sich um ein Buch, das Miri auf der Pfingstfreizeit für die Schule lesen musste, was ihr allerdings nicht sehr am Herzen lag.
Mein Interesse hingegen hatte es geweckt und eh ich mich's versah saß ich auf der Bank und las von Goethe "Die Leiden des jungen Werthers"
Weil ich es allerdings an diesem Wochenende natürlich nicht ganz geschafft habe, und weil ich außerdem lieber meine eigenen Bücher habe, nahm ich mir vor es käuflich zu erwerben.
Ich tat dies an dem Tag der nichtgeschriebenen Mathearbeit und habe es gestern angefangen zu lesen.
Ich habe noch einmal vorne angefangen, um wieder besser rein zu komen, und bin bisher noch nicht über die Seite hinaus, bei der ich Ende Mai aufzuhören gezwungen war.
Und weil es einfach so wunderschön ist, wollte ich euch einen kleinen Textausschnitt zitieren.
Das Buch handelt von dem jungen (Herrn) Werther, der an irgeneinen Ort fährt (ein Kurort o.ä.) und eine Korresspondenz mit einem sehr guten Freund führt, dem er in seinen Briefen von seinen Erlebnissen und Bekanntschaften berichtet. Goethe (so steht es hinten im Anhang) verarbeitet in diesem Briefroman seine Liebe zu der jungen Charlotte Buff, der Braut des Braunschweigischen ...sekretärs J.C.Kestner.
Dies war im Jahre 1772, den Roman schrieb er zwei Jahre später und er spielt sich 1771 ab.
Der Roman beginnt folgendermaßen:
"Was ich von der Geschichte des jungen Werthers nur habe auffinden können, habe ich mit Fleiß gesammelt und lege es euch hier vor, und weiß, dass ihr mir's danken werdet. Ihr könnt seinem Geist und seinem Charakter eure Bewunderung und Liebe und seinem Schicksale eure Träne nicht versagen.
Und du , gute Seele, die du eben den Drang fühlst wie er, schöpfe Trost aus seinem Leiden und lass das Büchlein deinen Freund sein, wenn du aus Geschick oder eigener Schuld keinen nähern finden kannst."
Und sozusagen als "Hörbeispiel" habe ich noch die ein oder andere weitere Passage:
" am 4.Mai 1771
(........)
Übrigens find ich mich hier gar wohl. Die Einsamkeit ist meinem Herzen Balsam in dieser paradiesischen Gegend, und diese Jahreszeit der Jugend wärmt mit aller Füle mein oft schauderndes Herz.
Jeder Baum, jede Hacke ist ein Strauß von Blüten, und man möchte zur Maikäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und alle seine Nahrung darinne finden zu können."
" am 16.Juni
(.....)
Ich ging durch den Hof nach dem wohlgebauten Hause, und da ich die vorliegenden Treppen hinaufgestiegen war und in die Türe trat, fiel mir das reizendste Schauspiel in die Augen, das ich jemals gesehn habe. In dem Vorsaale wimmelten sechs Kinder, von eilf(3) zu zwei Jahren, um ein Mädchen von schöner mittlerer Taille, die ein simples weißes Kleid mit blassroten Schleifen an Arm und Brust anhatte. Sie hielt ein schwarzes Brot und schnitt ihren Kleinen ringsherum jedem ein Stück nach Proportion ihres Alters und Appetites ab, gab's jedem mit solcher Freundlichkeit, (....)
Ich bitte um Vergebung, sagte sie, dass ich Sie hereinbemühe und die Fraunzimmer warten lasse. Über dem Anziehen und allerlei Bestellungen fürs Haus in meiner Abwesenheit habe ich vergessen meinen Kindern (ihre Geschwister) ihr Vesperstück zu geben, und sie wollen von niemandem Brot geschnitten haben als von mir. Ich machte ihr ein unbedeutendes Kompliment und
meine ganze Seele ruhte auf der Gestalt, dem Tone, dem Betragen, und hatte eben Zeit mich von der Überraschung zu erholen, als sie in die Stube lief ihre Handschuh und Fächer zu nehmen. (....)"
(3) elf
Goethe lesen ist was Schönes!
Wie bereits erwähnt hatte ich vor mir ein Buch zu kaufen, was ich bereits getan habe.
Es handelt sich um ein Buch, das Miri auf der Pfingstfreizeit für die Schule lesen musste, was ihr allerdings nicht sehr am Herzen lag.
Mein Interesse hingegen hatte es geweckt und eh ich mich's versah saß ich auf der Bank und las von Goethe "Die Leiden des jungen Werthers"
Weil ich es allerdings an diesem Wochenende natürlich nicht ganz geschafft habe, und weil ich außerdem lieber meine eigenen Bücher habe, nahm ich mir vor es käuflich zu erwerben.
Ich tat dies an dem Tag der nichtgeschriebenen Mathearbeit und habe es gestern angefangen zu lesen.
Ich habe noch einmal vorne angefangen, um wieder besser rein zu komen, und bin bisher noch nicht über die Seite hinaus, bei der ich Ende Mai aufzuhören gezwungen war.
Und weil es einfach so wunderschön ist, wollte ich euch einen kleinen Textausschnitt zitieren.
Das Buch handelt von dem jungen (Herrn) Werther, der an irgeneinen Ort fährt (ein Kurort o.ä.) und eine Korresspondenz mit einem sehr guten Freund führt, dem er in seinen Briefen von seinen Erlebnissen und Bekanntschaften berichtet. Goethe (so steht es hinten im Anhang) verarbeitet in diesem Briefroman seine Liebe zu der jungen Charlotte Buff, der Braut des Braunschweigischen ...sekretärs J.C.Kestner.
Dies war im Jahre 1772, den Roman schrieb er zwei Jahre später und er spielt sich 1771 ab.
Der Roman beginnt folgendermaßen:
"Was ich von der Geschichte des jungen Werthers nur habe auffinden können, habe ich mit Fleiß gesammelt und lege es euch hier vor, und weiß, dass ihr mir's danken werdet. Ihr könnt seinem Geist und seinem Charakter eure Bewunderung und Liebe und seinem Schicksale eure Träne nicht versagen.
Und du , gute Seele, die du eben den Drang fühlst wie er, schöpfe Trost aus seinem Leiden und lass das Büchlein deinen Freund sein, wenn du aus Geschick oder eigener Schuld keinen nähern finden kannst."
Und sozusagen als "Hörbeispiel" habe ich noch die ein oder andere weitere Passage:
" am 4.Mai 1771
(........)
Übrigens find ich mich hier gar wohl. Die Einsamkeit ist meinem Herzen Balsam in dieser paradiesischen Gegend, und diese Jahreszeit der Jugend wärmt mit aller Füle mein oft schauderndes Herz.
Jeder Baum, jede Hacke ist ein Strauß von Blüten, und man möchte zur Maikäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und alle seine Nahrung darinne finden zu können."
" am 16.Juni
(.....)
Ich ging durch den Hof nach dem wohlgebauten Hause, und da ich die vorliegenden Treppen hinaufgestiegen war und in die Türe trat, fiel mir das reizendste Schauspiel in die Augen, das ich jemals gesehn habe. In dem Vorsaale wimmelten sechs Kinder, von eilf(3) zu zwei Jahren, um ein Mädchen von schöner mittlerer Taille, die ein simples weißes Kleid mit blassroten Schleifen an Arm und Brust anhatte. Sie hielt ein schwarzes Brot und schnitt ihren Kleinen ringsherum jedem ein Stück nach Proportion ihres Alters und Appetites ab, gab's jedem mit solcher Freundlichkeit, (....)
Ich bitte um Vergebung, sagte sie, dass ich Sie hereinbemühe und die Fraunzimmer warten lasse. Über dem Anziehen und allerlei Bestellungen fürs Haus in meiner Abwesenheit habe ich vergessen meinen Kindern (ihre Geschwister) ihr Vesperstück zu geben, und sie wollen von niemandem Brot geschnitten haben als von mir. Ich machte ihr ein unbedeutendes Kompliment und
meine ganze Seele ruhte auf der Gestalt, dem Tone, dem Betragen, und hatte eben Zeit mich von der Überraschung zu erholen, als sie in die Stube lief ihre Handschuh und Fächer zu nehmen. (....)"
(3) elf
Goethe lesen ist was Schönes!
