Sunday, March 15, 2009

Spektakularität eines Handgriffes

Jedes Jahr im Januar denke ich, wie schnell doch die Zeit vergeht und nun bricht schon wieder ein neues Jahr an, und dies steht noch aus, was ich bis April erledigt habe und das steht noch aus, womit ich im Mai anfange. Und jetzt ist schon wieder März. Schon lange zwitschern die Vögel wieder und es wird heller und grüner und nasser und es hängen bei den Nachbarn schon wieder bunte Plastikeier im Strauch.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass eine Freundin und ich mal im Unterricht saßen und wir dachten: Maan, diese Jahr werden wir schon 14!! (oder so) Und ich glaube dass wir uns nicht vorstellen konnten 17 zu werden, oder 18. Jetzt werden wir 18.
Im Januar dachte ich noch, was für ein Jahr, ich bin froh, wenn Sommer ist. Und jetzt ist schon fast ein Viertel des Jahres um, und das zweite müsste doch theoretisch genauso schnell vorbei gehen. Wie dem auch sei.
Hab ich was zu erzählen?
Eigentlich nicht, denn ich mache ja nie was. haha.
Neulich aber doch. Das war ganz spektakulär.
Eine Freundin war bei mir und übernachtete von Freitag auf Samstag hier, damit wir an jenem Samstag um sechs Uhr in der Früh aufstehen konnten, um uns nach KS zum LRS aufzumachen (LebensRettende Sofortmaßnahmen - Kurs - für den Fürherschein).
Tja wir sprachen so über dies und das und ich stellte mit Entsetzten fest, dass meine seit Wochen vertrockneten, das heißt eigentlich ertrunkenen, Primeln noch auf meinem Schreibtisch standen.
Genau wie das halb begonnene Puzzle, das etwa sieben Monate in meinem Zimmer verbrachte, bis ich es aus Besuchsgründen fortschaffte,
und genau wie die vertrocknete Paprikapflanze, die, wie ich nach und nach veststellte nie ganz vertrocknet war, weil sie immer noch mehr vertrocknen konnte, ich wette sie ist die Weltmeisterin im Vertrocknen.
Dies alles dachte ich laut und ich fügte hinzu: Und gnau, wie diese MC D - Fähnchen und der Cowboyhut, die noch aus meiner Schwesters Zeiten dort oben in der Balkenritze steckten, beziehungsweise daran hängen.
Die Freundin erzählte von ähnlichem Leid. Dann schaute sie an die Decke und sprach:
Wie wäre es, wenn wir es einfach jetzt machten?
Unschlüssig standen wir nebeneinander. Auf dem Fußboden. Wir schauten an die Decke,
mit langem, schmalem Blick, die Fähnchen in weiter Ferne. Dann schauten wir uns an.
Dann wieder die Decke. Wir blickten verlegen zur Seite, wussten nicht, was tun.
Sie begann mit den Fingern auf der Tischplatte zu tippeln ich kaute auf meinem Nägeln.
Die Decke, der Balken, die Fähnchen.

Jaa, komisch. - antwortete ich.
Sie nahm einen Stuhl stellte ihn unter den Balken und wir nahmen die Sachen ab.
Spektakulär, nicht wahr?



PS.: Die versoffenen Primeln stehen noch auf dem Schreibtisch. Aber, alles hat seine Zeit.

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