Sunday, November 02, 2008

Das Phänomen der Fällung einer Entscheidung

Manchmal sitze ich auf dem Sofa, ich schaue nach draußen in die Kälte, der ich gleich begegne, denn ich weiß, ich muss noch raus, die Schweine füttern.
Dann denke ich, ich will nicht, es ist so kalt, ich finde auch kein Gras in der mir harrenden herbstlichen Ödniss. Aber ich muss. Ich finde ja schon was, das weiß ich, aber eben nur schwer.
Doch dann: Immer nach dem Motto handelnd: "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.", beschließe ich mein Gesäß möglichst bald nach draußen zu bewegen, sitzen kann ich dann ja immer noch.
Also, sage ich mir - mitlerweile nicht mehr streng, weil ich mich schon zu gut kenne, um nicht zu wissen, was kommt- also, ich zähle jetzt bis drei, dann stehe ich auf, dann gehe ich raus und pflücke Gras und pfeife ein Liedchen. Also: 1 - 2 - - 3!
Bei drei musst du doch aufstehen, höre ich eine Stimme sagen - Mir doch egal,
entgegnet eine andere.
Nochmal: 1-2-3. - Oh! Durch das Fenster sehe ich einen schönen Vogel. Ich beobachte ihn.
Dann: Ich stehe auf der Terrasse und ziehe mir, nachdem ich die Tür geschlossen habe,
die Schuhe an.
So ist es immer!!
Erst gebe ich mir so viel Mühe, die doch immer zu nichts führt, und wenn ich es schon fast aufgegeben habe, dann sehe ich mich plötzlich dort, wo ich hin musste, aber ich bekomme nicht mit, wie es schlussendlich dazu kam.
Ich will immer planen. Und dann genießen, aber ist ist oft einfach besser,
es dann zu tun, wenns kommt.
Ich will planen, mein Regal grundaufzuräumen, um dann voller Elan zu Werke schreiten zu können, und genießen, es bewiesen zu haben, dass ich doch manchmal was tue.
Und dann mache ich es nie, und irgendwann doch, ausversehen, fange ich an. Dann funktioniert es auch. Das ist viel besser, als immer Entscheidungen zu treffen, und sie nicht ausführen zu können. Einfach denken: Irgendwann mache ich mal das und das. Und wenn es dazu kommt. Dann mache ich es eben.
So ist es mit dem Schweinefüttern am Nachmittag, dem Aufräumen, dem Müllleeren, dem Erledigen der Hausaufgaben, dem Aufstehen am Morgen, dem Zubettgehen am Abend, dem Zähneputzen, und all diesen Dingen eben.
Meine Botschaft also: Nicht Planen, Handeln wenns kommt.
Toll was? Das ist mal ein Tipp. Wer den beherzigt,
der geht durchs Leben - - - aber wie, jaha hahaa!

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