Sunday, October 22, 2006

Herr Drögel

Eigentlich wollte ich ja weiterschreiben über Frankreich, aber jetzt muss ich noch noch kurz was anderes erzählen!
Unser Garten war in der letzten woche beim Friseur.
Sein Blatt-und Strauchwuchs wurde radikal gekürzt, aber, zum Glück, wachsen Haare ja bekanntlich nach.
Naja, also links da fehlt ein Busch, und drei sind irgendwie geschrumpft,
und unser Kirschbaum, der Gute, ist auch mächtig niedrig geworden und abgenommen hat er auch.
Dies hatte zur Folge, dass nun auf der ganzen Rasenfläche verteilt Unmengen von Ästen, Zweigen und Blättern liegen, deren Ausmaß schier unvorstellbar, unbeschreiblich und nicht beseitigbar erscheint!
Doch nach tagelangem Harken und Zusammenräumen ist der Garten nun wieder überschaubarer, d.h. eigentlich viiel überschaubarer, ja, ich möchte fast sagen, durchschaubar.
Naja, ganz so schlimm ist es natürlich nicht, aber es ist auf jeden Fall nicht zu übersehen.
Unter unserem Kirschbaum lag noch von etwas länger her eine riiesige Wurzel, ich glaube sie stammte vom Birnenbaum. (?)
Diese liegt dort so, dass man sie als ein kleines "n" beschreiben könnte, ein verkehrtrumes "u" oder etwa eine Brücke(zum unten drunter durch gehen). Also eine Brücke für sehr kleine Leute.
Auf dieser eben beschriebenen "Brücke" lehnen nun allerlei Äste, sodass sie von einer Seite zu ist, praktisch quasis eine Höle, für sehr kleine Leute.
Herr Drögel ist so ein kleiner Leut.
Herr Drögel hat vier Beine und eine süße, spitze Nase, zwei Augen, etwa achthundertsechsunddreißig Stacheln und ein mysteriöses Wesen.
Wir wissen nicht genau wann Herr Drögel, mit sammt seinem Mobiliar(bestehend aus einem kugeligem Nest, einem Eichhornkobel sehr ähnlich), hier eingezogen ist .
Der Grund für unser Nichtwissen ist sein schon erwähntes, mysteriöses Wesen. Denn er schläft den ganzen Tag über, und, zum Beispiel gestern abend gegen 21:30, als ich die Schweine ins Bett bringen wollte, war er nicht daheim.
Es wäre daher durchaus möglich, dass er ein böses, geheimnissvoll angsteinflößendes Verbrecherleben zu führen pflegt.
Welches auch darauf schließen lassen würde, dass er den Eichhornkobel gestohlen haben könnte.

Aber das glaube ich nicht.
Denn, wenn es so wäre, würde er doch nicht Herr Drögel heißen!
Auf Grund der Tatsache, dass es sich um keinen bösen, geheimnissvoll angsteinflößenden Verbrecher handelt, heiße ich Herrn Drögel ganz ganz herzlich in der Nachbarschaft willkommen!

Thursday, October 19, 2006

DEUTSCHLAND. EIN SOMMERMÄRCHEN

Hach, schön. Heute schreibe ich mal wieder in schwarz-rot-gold.
Warum? -Ich war im Kino.
Genau!!
Ich war drin!!
Ich hab ihn gesehen!!
Du musst ihn auch sehen!!
Ein Wahnsinnsfilm mit Freuden, Ernst und Emotionen.
Am besten fand ich die beiden großen Plakate. Eins hieß:
"Im Prinzip bewahrt ihn doch nur jemand vier Jahre lang für uns auf!"
Und wie das andere hieß finde selbst heraus, ich will ja nicht zu viel verraten.

Das ist einfach toll, man hat dieses Gefühl wieder, das gleiche.
Es ist das gleiche Gefühl wie da, als man die Spiele gesehen hat, oder die vielen tausend Deutschlandflaggen.
Noch einmal mitten drin.
Geh auch noch mal rein, noch einmal rein in die WM!

Sunday, October 15, 2006

Samstag Teil II

Nach dem Abendessen wurden wieder alle in die Busse gesteckt, und wir fuhren vom Lager aus nach Saint-Jean.
Denn dort gab es um 20:30 das Spectacle Professionnel! Es war eine Gruppe Erwachsener, geistig Behinderter, die ein wunderschönes, aber auch trauriges Stück vorführten, das dem ein oder anderen sogar ein par Tränen in die Augen triebe.
Ich habe zwar nichts verstanden, aber ich hatte dieses seltsame Gefühl,
und ich hatte es irgendwie doch versanden, und das war dieses Schöne und Geheimnissvolle an dem Stück.

Wir saßen, wie schon öfter vorne in der ersten Reihe, ich glaube da gab es fünf Sitze, und ich saß genau in der Mitte. Womöglich vermutet ihr schon, was jetzt kommt. Ich hatte schon vorher, eher aus Spaß gesagt:
hoffentlich kommen die nicht runter zu einem, oder holen einen sogar auf die Bühne!
Und dann kam einer runter und ging auf mich zu, ich hatte solche Angst!
Er fragte er: "Comment tu t`appeles?" Und ich antwortete: Semira.
Und dann ging er wieder die Stufen hoch, auf die Bühne und stellte sich vorne hin, und sagte irgendwelche Sachen zum Publikum, die ich nicht verstand, und alle lachten. Aber ich hörte noch gar nicht richtig hin, weil ich noch so von freudigem Glück befallen war, dass ich nicht mehr machen musste, als meinen Namen zu sagen.
Er redete ein bisschen weiter, und ich fragte Elise, die hinter mir saß, was er redete, und sie sagte, er hätte, so ungefähr, gesagt: Warum funktioniert das bei mir mit den Frauen nie?
Es musste dann auch keiner von uns mehr auf die Bühne. -Glück gehabt:)
Wir saßen noch ein bisschen da, und dann kam so eine Frau zu uns, von der Zeitung, die sich ganz doll freute, dass wir die Deutschen waren, und erzählte, dass sie ja dachte wir würden heute abend spielen, und dass sie deshalb gekommen war und so! und dann interviewte sie Léna (:) ein bisschen! Wir fragten dann noch, ob uns wann dass in die Zeitung käme,
und sie antwortete leider, erst am Dienstag,oder auch schon am Montag, auf jeden Fall so, dass wir die Zeitung nicht mehr kaufen konnten!
Aber zum Glück hatten wir ja Elise, die uns versprach, die Zeitung noch zu besorgen, in dem dann auch das Bild, dass die Frau noch von uns machte rein sollte. Und jetzt habe ich einen Zeitungsartikel, aus Frankreich, in dem ein Bild von uns drin ist, und ein bisschen was über uns steht, toll wa?!! Bin voll stolz!

Hinterher gab es übrigens unten noch Kekse und O-Saft und eine Ansprache vom Bürgermeister!!! groovy, hä?
Abends ging es dann wieder "nach Hause" und wir vielen nach einem weiteren schönen, sonnigenTag ins Bett und schliefen zufrieden und müde ein.