Sunday, August 30, 2009

Stilübung Obst

Nein, der Monat August, der beinahe mit zwei verhältnismäßig bitterkalten Tagen enden würde, watete* sein so wichtiger 31. nicht mit besserem Wetter auf - das wurde zumindestens vorrausgesagt- endet nicht ohne einen Blogeintrag.
Der folgende Text fällt unter die Kathegorie "Stilübung", welche wir in unserem Deutschkurs veranstalten, dieses erste Mal mit der Aufgabe, ein Obst zu beschreiben.
Zufrieden bin ich nicht, aber ich muss den Text ja auch nicht lesen.

" In der Hand halte ich eine pralle, feste Frucht, über deren unebene Schale meine Finger fahren. Sie ist nicht glatt, doch auch nicht kantig und umschließt die ganze ovale Form .
Die kalte Schale lässt sich mit dem Messer durchschneiden, was sich nach einem kurzen Ansägen wie das Schneiden einer rohen Kartoffel anfühlt,
jedoch nur für einen Moment,dann geht die starke Schale in eine dünnere, weiße Schicht über, welche das Fruchtfleisch umgibt.
Längliche Kammern ziehen sich dann zur Mitte, wie eine Blume, die lauter kleine Wassersäckchen enthalten. An der Schnittstelle perlt der Saft aus den Poren, und überrascht auf meiner Zunge mit beißender, saurer Frische.
Die einzelnen, trübgefärbten Tropfen bilden gemeinsam ein leuchtendes Hell, das an die freundliche Morgensonne erinnert, welche sich am Mittag als unerträglich heiß entpuppt.
In meine halb verschnupfte Nase dringt wohl nur die Hälfte des spritzigen Geruchs, der den wahren Kern der Frucht verrät.

* Wird aufwa(r)ten mit oder ohne r geschrieben?