Sunday, January 27, 2008

Tristesse

Ich habe gar nicht so die große Muße etwas Ordentliches hervorzubringen. Ich hätte schon die Lust dazu, aber ich finde nichts. Ich suche und suche, aber in meinem Hirn lässt sich nichts finden.
Am Mittwoch beglückte uns Hessen ein herrliches Wetter mit einem Himmelblau wie es im Buche steht. Am folgenden Tag allerdings, wenn ich mich recht entsinne war es nicht allzu anzüglich. Am Samstag wieder ein so wunderbarer, klarer Himmel. Und heute? Tristesse.
Ich bin müde und lustlos und zu trotzig um mich meines Lebensmottos zu bemächtigen.
Und wenn ich genauer drüber nachdenke, weiß eigentlich gar nicht, was es zu klagen gibt.
Morgen habe ich immerhin Theater AG. Mit derExkursion zur Gedenkstätte Breitenau am Dienstag, fällt der grauenvollste Tag der Woche flach.
Und am Freitag gibt es Zeugnisse, und am Montag ist deshalb Schulfrei und am Dienstag ist auch Schulfrei, wegen pädagogischen Tages.
Und jetzt kommt mir wieder das ein oder andere Dumme in den Sinn, was mir diesen zu betrüben anscheinend gelungen ist.
Und ich stelle unglaublich oft fest, dass es das Schlimmste ist, wenn man die ganze Zeit nachdenkt.
Ich werde jetzt also diesen Kellerraum, Nichts vollbracht, zurücklassen, und dem Regen nachsehen, wie er von weit weit her fällt, und fällt, und fällt. Und wie er fällt. Und wie er plums - den Boden erreicht, und sich zusammenschließt mit Kammeraden zu einer Pfütze, oder wie er in den Boden einsickert, und dem Blick des menschlichen Auges entschwindet.
Und dann gucke ich wieder nach oben, dem nächsten Regentropfen nach.

Friday, January 11, 2008

doch schon dunkel

Seltsam. Seltsam, aber wie es scheint, ist es mir nur selten möglich, Überrschriften zu finden, die auch wie echte Überschriften klingen.
Wie dem auch sei.
Vorhin um 15:30, das ist halb vier, da habe ich mich entschieden einen Spaliergang zu machen. zier. einen SpaZiergang.
Ich hatte schon vor einigen Tagen festgestellt, dass es gar nicht mehr so früh dunkel wird, und ich hatte überhaupt das Gefühl, dass der Winter schon wieder dahinschwindet.
Und als ich losging, wie immer zum Wald hoch, in Richtung Westen, da stand die Sonne noch gerade über den Bergen und ließ die Stadtrandhäuser lange Schatten auf unsere Felder werfen.
Und sie deutete einen ersten Hauch von diesem frühlinghaften Goldschimmer an, den ich so beeindruckend finde.
Ich nehme an, ich habe schon einmal erzählt, dass mein wunderschöner Weg auf das Grausamste geschottert wurde.
Ich schlug diesem Weg heute wieder ein und stellte beruhigt fest, dass der zuletzt noch grobe frisch - hellgraue Schotter bereits gut eingetreten war und einen dunkleren, gewohnteren Grauton angenommen hatte.
Trotzdem gefiel es mir nicht. Auf die Dauer wurde es unangenehm. naja.
Dort, wo der Schotter aufhörte, was allerdings ein nur kurz vorhandener Zustand ist, sah ich auf der neben dem Weg liegenden Wiese einen Vogel.
Es war ein großer Vogel mit langen Beinen und längerem Schnabel. Er war sehr schön hellgrau (aber nicht so wie der Schotter!). Man sah ihn kaum, wenn man nicht genau hinsah, und ich hatte auch das Gefühl, dass ihn außer mir keiner der vorbeikommenden Fußgänger und Jogger bemerkte.
Nur vereinzelt stakste er mit wenigen Schritten stolz und edel über die Wiese. Dann blieb er stehen. Irgendwann dachte ich mir, dass er sich vielleicht beobachtet fühlte, weil ich ihn
nun einmal beobachtete.
ich ging weiter, mit der Absicht ihn mir noch anzuschauen, wenn ich an der anderen Seite der Wiese meinen Weg fortsetzte, doch dort angelangt musste ich feststellen, dass ich ihn auf Grund eines Hügels nicht mehr sehen konnte.
Es muss ein Reiher oder so etwas gewesen sein.
Als ich zu Hause ankam fühlten sich meine Füße nicht kaputt oder müde an, ich merkte nur dass ich gelaufen war, und das war angenehm.
Und nun ist es doch schon dunkel.

Wednesday, January 09, 2008

Das neue Jahr - es ist nun da!

Ja, ihr Lieben, falls ihr es noch nicht gehört haben solltet, in der Überschrift habt ihr es gelesen -vorausgesetzt, es wurde euch in der Schule beigebracht, die Überschrift mitzulesen, falls nicht, holt es jetzt nach, damit ich euch nichts vorwegnehme - ihr habt also gelesen:
Das neue Jahr ist da!
-Hurra!
Dieses wird unter dem Namen 2008 bekannt sein.
Stellt euch das erst einmal vor. Es wird also später über die nächst vor uns liegenden Tage zuum Beispiel bekannt werden: Im Jahre 2000und8 ----- regnete es ----viel mehr als sonst.-
Ohhhh! Das wollen wir aber nicht! Soll etwa in den Erdkundebüchern unserer Großkinder stehen, dass das aktuelle Jahr das regenreichste war! Oh nein!
Verhindern wir dies!
Lasst uns streiken, lasst uns die Geschehnisse von allen Seiten betrachten, vorbeugen, und selbst in die Hand nehmen!
Es soll doch nicht immer weiter regnen, wir werden streiken, regnet es, dann bleiben wir einfach Tag und Nacht im Haus, und wenn keiner mehr arbeitet, dann wird man uns schmerzlich vermissen, und dann wird weniger produziert, und das was noch produziert wird, werden wir nicht mehr kaufen -- haha! und dann hört es nämlich auf
zu regnen!
Nehmen wir die Dinge selbst in die Hand. Allerdings, so....vielleicht zu hektisch, zu verkrampft, wir brauchen eine entspanntere Lösung.
Sorgen wir dafür, dass dies ein gutes Jahr wird, tun wir es, indem wir uns jeden Morgen fragen:
Was soll dies für ein Tag werden? Ein Guter?
Ein guter Tag! Und dann stehen wir auf, holen uns eine Plastiktüte, öffnen den Schrank und füllen die Tüte mit Humor!
Und dann betreten wir den Tag mit einer gutgefüllten Tüte Humor bwaffnet, und jedes Mal wenn der Tag zu kippen droht, dann tun wir dies:
Wir stellen die Tüte--nein, wir lehnen sie behutsam an eine vor Randalierern geschützte Wand, drehen uns mit dem Rücken zur Menge, greifen mit beiden Händen in die Tüte und streuen das Gegriffene durch die Masse tänzelnd in die Gegend - und retten den Tag!
Und am Abend werden wir mit der lehren Tüte den gelungenen Tag wieder verlassen und die Tüte an ihren Platz tun. Und wenn wir darauf vertrauen, dass es funktioniert, wird der Schrank am Morgen immernoch voll von Humor sein, und wir können unsere Tüte wieder füllen.
Wunderbar.
Aber - -- Halt!
Was tun wir, wenn wir verreisen?
Ich sage es euch: wir haben zwei Möglichkeiten, entweder ist der Schrank unseres Hotelzimmers gefüllt, oder, wenn wir zelten, zum Beispiel, nehmen wir einfach einen Koffer voll Humor mit. Ja, und dann werden sie am Flughafen am Schalter sagen: das geht leider nicht! Sie dürfen nur einen Koffer mitnehmen, und dann werden wir ihm geduldig erklären, dass dieser Koffer mit Humor gefüllt ist, und daher ganz federleicht das wird ihm schon einleuchten.
So können wir also dafür sorgen, dass es ein schönes Jahr 2008 wird.
Und ich werde jetzt aufhören mich mit sorgvollen Gedanken zu plagen!