Sunday, April 15, 2007

Dreifelderwirtschaft

Wie den Aufmerksamen unter uns sicherlich bekannt ist, hat das deutsche Thermometer bereits seit längerem die Zwanzig überklettert.
Wenn auch zwischenzeitliche Winterrückfälle die Gemüter betrübten, so ist doch bereits der Sommer eingekehrt.
Wir hatten bereits Frühlingstemperaturen, die aber durch winterliche immer wieder unterdrückt wurden. Die Blümelein kamen noch nicht so recht, und die Bäume auch nicht; es ist aber nicht besonders spät, wenn sie erst Mitte April kommen, aber die Frühlingstemperaturen gehören bereits der Vergangenheit an. Der Sommer kommt mit 27,5°C im Schatten und 36,5°C in der prallen Sonne dieses Jahr Mitte April. Bitte. Mir solls recht sein.
Wer sich nun wundert, dass ich die Schweine nicht schon lange raus gesetzt habe, obwohl ich sie erst im November rein gesetzt habe, tut es zu recht. Zunächst. Denn ich bin ja nicht dumm. Ich wollte dem Gras einen kleinen Vorsprung lassen, denn hätte ich das Getier schon früher auf es losgelassen, dann wäre es nie richtig ausgetrieben, denn die Schweine hätten es bis auf den Grund abgegrast und wäre ein neuer kleiner Halm gekommen, so hätten sie sich heimtückisch von hinten angeschlichen und sofort ihre messerscharfen Zähne auf ihn gehetzt, um ihn unter lautem Gelächter dem Tod durch die Kehle zu überlassen.
Das hätte ich nicht gewollt.
Ich lasse die Tiere lieber die großen Halme Stück für Stück verspeisen.
Bis das ganze Land folglich monatelang brach liegt.
Und hier wären wir beim Stichwort.
Wie gasagt würden die Schweine sofort alles kahl fressen, und dem soll entgegengewirkt werden.
Es wird in jedem Gehegeteil (es gibt derer zwei) ein Gitter aufgestellt, welches das Ungeziefer von diesem Teil fernhält und das dort ansässige Gras ZUnächst verschont.
Diesen Punkt nennen wir Feld Eins.
Wenn nun, wie es vorraussichtlich nach einigen wenigen Wochen der Fall sein wird, der Rest der Gehegeteils komplett seiner Lebendigkeit beraubt, brach liegt, wird das Gitter entfernt, um das bereits erwähnte, darunter liegende Gras, welches sein Schicksal in den erwähnten einigen wenigen Wochen vorraussehen konnte, eben diesem zu überlassen.
Das nun von seinem Ausgangspunkt entfernte Gitter wird an eine andere Stelle gestellt, um das Getier von DIESER fernzuhalten, und dem dOrtigen nichtmehr vorhandenen Gras eine Atempause zu gönnen.
Diesen Punkt nennen wir Feld Zwei.
Dies ist eine von mir, so muss ich doch sagen, sehr ausgeklügelte Erfindung, die ich Dreifelderwirtschaft nenne*. DREIfelderwirtschaft, weil es sich einfach besser anhört (ich weiß auch nicht warum!), als ZWEIfelderwirtschaft, wie sie korrekterweise heißen müsste.
Allerdings ist mir nun in den Sinn gekommen, wie die Idee vervollkommnet werden könnte, um ihrem Namen alle Ehre zu machen:
Nachdem Feld Eins abgegrast wurde, und bevor das neunachgewachsene Feld Zwei, "eröffnet" wird, werden die Schweine unter einem extra Gitter Ecken und Kanten, außerhalb des Geheges, des Gartens, auf denen besonders viel, oder unerwünschtes Gras steht, abfressen dürfen, bis das Feld Zwei im jeweiligen Gehegeteil komplett nachgewachsen ist, um sie dort weiterfressen zu lassen.
Diesen Punkt, bzw. diese Punkte nennen wir Feld Drei.
Wir hätten nun eine DREIfelderwirtschaft.
Ich rühme mich dieses außerordentlich guten Konzeptes**,
darf nun mit Freuden verkünden, dass die Schweine heute, am 15. April, ihre Sommerresidenz wieder bezogen und dem Winterquartier, so komfortabel es für mich auch ist, aber es geht ja um das Wohl der Schweine, hoffentlich für sechs bis sieben Monate Adee! gesagt haben
und wünsche meinen Leresinnen und Lesern noch einen schönen Sonnabend*** sowie einen fröhlichen Sommeranfang!


korrekter Weise und um rechtliche Probleme zu vermeiden, möchte ich anmerken:
*Um demjenigen, der die Dreifelderwirtschaft erfunden hat, und darauf möglicherweise ein Patent angemeldet hat, nicht auf den Schlips zu treten, möchte ich mich hier also korrigieren: Die Idee der Dreifelderwirtschaft ist nicht von mir, sondern stammt aus dem 8. Jahrhundert und bezeichnet (ich zitiere aus der Brockhaus Enzyklopädie 1988, Band 5)die"Bewirtschaftung einer Flur in dreijährigem Wechsel, urspr. mit der Fruchtfolge Wintergetreide, Sommergetreide sowie einer anschließenden Brache. Die D. entstand im mitteleurop. Kulturkreis im 8.Jh. neben der....."
Das vorher Beschriebene ist also nicht das, was man unter der Dreifelderwirtschaft versteht.
**Ich meine die Idee des Gitters in diesem Hause auch von diversen Leuten schon erwähnt gehört zu haben, kann allerdings nicht genau sagen von wem.

***Abkürkung für Sonntagabend.




Neue Bremsklötze für Silber-Blö

Es war mir schon seit längerem, genauer gesagt seit einem Jahr und zwei einhalb Monaten, bewusst, dass Silber-Blös Bremsen nicht mehr die Neusten waren, und auf Grund eines abgrundtief bösen Diebstahls vor besagter Zeit, den ich bis heute nicht verkraftet habe, sehe ich Silber-Blö in einem ständigen Vergleich mit seinem Vorgänger. Dies ist für Silber-Blö nicht einfach, aber er hat sich daran gewöhnt, und es ist ihm ebenso wie mir bewusst, dass ich mit seinem Vorgänger einen Berg hinunterschmettern konnte, ohne das ständige Wissen zweihundert Meter vor nötig die Bremse ziehen/drücken zu müssen.
Auch Simon hatte dies mitbekommen und sich gestern aus seiner Gütigkeit heraus dazu bereit erklärt für Silber-Blö neue Bremsklötze zu kaufen und sie ihm anschließend eigenhändig anzumontieren!
Ich musste meinen Gefährten und mein Gefährt, welches, worauf ich der Richtigkeit halber hinweisen möchte, Rabeas Besitztum ist, nur noch auf die Terasse zu fahren.
Simon holte die Bremsklötze, wobei er etwas zu wenig Geld mit hatte um zwei Paar zu kaufen, weshalb er mit einem, also mit zwei Stück, wiederkehrte und diese vorne anbrachte.
Nach einer sich kaum bemerkbar machenden Besserung schloss mein Bruder daraus, dass das Bremsseil des Drahtesels ebenfalls in einem schlechten Zustand war, woraufhin er losfuhr, um ein neues Bremsseil zu kaufen, zu montieren, und ein sehr positives Ergebnis vorzufinden.
Weil er schon dabei war, entfernte er einige nicht mehr benötigten, bzw. nicht mehr brauchbaren Dinge, wie den Dynamo und ein defektes Kabel.
Außerdem stellte er fest, dass sich in einer uns zugehörigen Fahrradzubehörkiste noch ein Damensattel befand, den er gegen den bisherigen Herrensattel auszutauschen vermochte und zu guter Lezt brachte er die Reifen noch auf Hochdruck.
Ich war nun viel fröhlicher in der Lage am Mittag zu Lena zu fahren,
um dort mit ihr, Hannah und Judith sieben Stunden erdkündlicher Arbeit zu verbringen.
Hier wurden die vollen Reifen, besonders nach dem zwischenzeitlichen Schotterweg, hör -und spürbar.
Seltsamerweise bekam ich auf der Rückfahrt aber auch schmerzhaft die Auswirkungen des neuen Damensattels zu spüren, die meinen Gesäßknochen eine Art Muskelkater zufügten, der sich bei mir heute Morgen, erneut auf dem Fahrrad, bemerkbar machte.
Aber abgesehen davon, und auch das ist nicht schlimm, denn es geschah ja, sozusagen, aus Gütigkeit heraus, bin ich rundum glücklich und ich glaube, Silber-Blö freut sich auch, und besonders über die Bremsen.

Sunday, April 01, 2007

Mittwoch

So. Am Mittwoch haben wir halt mal verloren, gegen die Dänen.
Aber das können wir auch mal verkraften. (obwohl es schon ziemlich ungewohnt war)
Ich schreibs jetzt bloß hierrein, damits nicht so aussieht, als würde ich unsere Niederlage verleugnen.
Ich werde allerdings weder auf dieses Thema noch auf ein anderes weiter eingehen, denn es kommentiert ja sowie so keiner.
Ich brauch grade noch zwei Zeilen,
damit es von der Farbe aufgeht.