Sunday, May 20, 2007

Baunataler Sommerbräune

Heute ist der 20. Mai. Ein sonniger 20. Mai. Die Sonne knallt nicht, sie drängt sich nicht auf, sie scheint einfach und wärmt.
Ich war sehr müde heute Morgen, und nach dem Gottesdienst habe ich mich im Foyer gleich wieder hingesetzt, denn durch die Reihen zu tänzeln, das Liederbuch wegzustellen und die Treppe hinunter zu laufen, das war schon beinahe zu viel des Guten.
Von Freitag auf Samsatg habe ich bei Miri übernachtet, aber ich glaube nicht, dass die Müdigkeit daher kommt. Wir haben nämlich sieben Stunden geschlafen, und außerdem habe ich ja am Donnerstag schon bis um viertel vor zwölf (Zahlen bis zwölf werden ausgeschrieben, im Deutschen!) geschlafen, Markus hat gesagt, es kommt daher.
Ich glaube aber, ich brauchte einfach so einen Tag wie heute.
Nach einem arbeitsreichen langen Wochenende, an dem ich jeden Tag mindestens andertalb (dieses Wort hat mir im letzten Diktat die 1- vor der Nas weggeschnappt!) Stunden gelernt habe, sprich für jedes Fach eine halbe Stunde, brauchte ich ein wenig Entspannung.
Und nun, da ich mir meiner überaus großen Fleißigkeit (ich weiß, dass es dieses Wort nicht gibt) bewusst und meine Müdigkeit nicht zu verkennen war, nahm ich mir mein Sommerhütchen, eine Decke und mich und legte mich nach dem Abwasch (!) (mit Simon) (!) um zwei Uhr mit dem Sommerhütchen auf die Decke.
Aaaaaahhh.
Eingekremt hatte ich mich nicht, aber ich dachte, von der leichten und freundlcihen Vorsommersonne werde ich schon keinen Sonnenbrand bekommen. Und außerdem konnte meinem Kopf schonmal nichts passieren, denn ich hatte ja meinen Hut aus Frankreich auf. (der mich dort letztes Jahr nicht vor einem Sonnenbrand schützen konnte, da ich vergessen hatte ihn aufzusetzen)
Ich sage euch, und ich möchte nicht im Geringsten euren Neid erwecken, sondern nur meiner Freude und meinem Wohlsein Luft verschaffen, es gibt wenig Schöneres, als sich mit dem Bewusstsein eines fleißigen Menschen und dem Wissen nichts mehr tun zu müssen, ins Gras zu legen.
Ich fühlte die Sonne, sah die Gänseblümchen, spürte das Gras und eine ab und zu vorbeikommende Brise blies mir Gemütlichkeit in den Sinn. Das Ganze begleitet von dem Dauersummen der Bienen, die sich unter und am Kirschbaum tummelten.
Ich lag auf dem Bauch, dann auf dem Rücken, auf der Seite und wieder auf dem Rücken, und dann schlief ich ein.
Als ich aufwachte, war mir recht warm. Ich stand sofort auf, schaute im Wohnzimmer auf die gerade dreiuhrfünfanzeigende Uhr und ging hinauf.
Ich legte mich auf mein Bett, denn das hatte eine erfrischend kühle Temperatur und stand nach zehn oder 15 Minuten wieder auf.
Aus dem Wohnzimmer nahm ich mir ein Kissen und ich legte mich nochmals draußen hin.
Ich hatte nicht vor wieder einzuschlafen, ich wollte einfach noch ein wenig liegen.
Und nach kurzem Denken hörte ich ein Meerschweinchen um Hilfe quieken.
Wer es war, konnte ich nicht erkennen, aber ich hörte ein eindeutig männliches Schwein in chameurhaftem Ton darauf antworten: " Ich eile! "

Ich stand auf, und entdeckte in dem extra angebauten Gehege, welches nicht etwa des zu geringen Platzes wegen, sondern eher seiner sich darin befindenden Büsche provisorisch angebaut worden war, unter denen sich für den Rasenmäher schier unerreichbares hochwachsendes Gras befand, Tante Käthe.
Dieser Teil ist der Tage nach abwechselnd für die drei und dann für die zwei Schweine zulässig, wobei die Abtrennung an einer Stelle für ein flottes Schwein leicht zu überwinden ist, was genauer zu erklären ich jedoch in diesem Moment auf Grund der gering angesiedelten Wichtigkeit außer Acht lasse.
Heute waren die drei dran. Susi, Gordon, Möhre.
Ich erblickte alsoTante Käthe in einem Gras - und Gestrüppbüschel festsitzend, undhinter ihr Gordon.
Ich lies sie erstmal einwenig herumstreunen und sah nach Susi, die von ihren Männern verlassen im Haus saß und nach dem von seiner für den Arzt nicht ganz definierbaren Appetitlosigkeit wieder genesenem Castano Marrón der von seiner Tante, Käthe, verlassen hinter dem Haus saß.
Ich setzte Tante Käthe wieder zu Castano und stellte noch einige Sachen vor die für flotte Schweine so leicht zu überwindbare Stelle.
Dann legte ich mich wieder auf meine Decke.
Ich striff interessanten Gedankengängen nach.
Was habe ich vor einem Jahr gemacht? Das habe ich mich gefragt, es ist doch wirklich interessant. Man fragt sich so oft, was man in einem Jahr wohl macht. In einem Jahr, weiß man schon was man am nächsten Tag für eine Note geschrieben hat, und man hat sie wahscheinlich schon lange vergessen. Und manchmal fragt man sich, was eigentlich vor genau einem Jahr war.
Und was in diesem ganzen Jahr schon alles passiert ist, womit man an jenem Tag vielleicht nie gerechnet hätte.
Wärend ich all dies dachte, sah ich in meinem stets aufmerksamen periferen Blickwinkel etwas Schleichendes.
Als ich die Katze aus einem Territorium verscheucht hatte, in dem sie nicht befugt ist, sich frei, und ohne Pass, zu bewegen, legte ich mich wieder hin.
Bald waren auch alle anderen (außer Karsten, Nini, Markus, Bea, Brian und Simon)wieder draußen.
Mama und ich rieten Papa, er hätte doch in den ledierten Balkonbalken, dem er in der letzten Zeit morsches Gehölz entnommen hatte, Gelatine einfüllen können.
Papa sagte, ja, es sei eine gute Idee, aber er habe ja die Hälfte der Längsbretter wieder befestigt, und wolle nicht alle wieder abmontieren, vielleicht beim nächsten Mal.
Natürlich fand er bei uns Verständnis.
Wir aßen noch Kuchen, ich beobachtete die Schweine und ich ging hinen, um euch Folgendes zu erzählen:
Ich habe keinen Sonnenbrand bekommen.

12 Comments:

Blogger Karsten Matthias said...

ich war nicht dabei! ehrlich.

20 May, 2007 11:50  
Blogger Karsten Matthias said...

jetzt hab ich grad gelesen, dass da ja auch noch ein "außer" steht. *räusper*, kleines missverständnis.

20 May, 2007 11:51  
Blogger Rabea Hertzer said...

Oh!

20 May, 2007 15:18  
Anonymous Anonymous said...

Jaja, Karsten, es ist schon in Ordnung.
Und ich habe mir auch erlaubt, deine liebe Verlobte mit zu notieren!

Der aufmerksame Leser (!!) wird auch beim erneuten Lesen aufgefallen sein, dass ich meine fünf Fehler der Korrektur unterzogen habe!
(Im Falle, dass dort noch mehr sind, was wir nicht hoffen wollen, sei es mir gegönnt dies zu erfahren, bitte.)

Bea: Wie ist das gemeint?
Hast du das auch überlesen? Oder wie? Oder was? Hm?

23 May, 2007 10:37  
Anonymous Anonymous said...

Jaja, Karsten, es ist schon in Ordnung.
Und ich habe mir auch erlaubt, deine liebe Verlobte mit zu notieren!

Der aufmerksame Leser (!!) wird auch beim erneuten Lesen aufgefallen sein, dass ich meine fünf Fehler der Korrektur unterzogen habe!
(Im Falle, dass dort noch mehr sind, was wir nicht hoffen wollen, sei es mir gegönnt dies zu erfahren, bitte.)

Bea: Wie ist das gemeint?
Hast du das auch überlesen? Oder wie? Oder was? Hm?

23 May, 2007 10:37  
Blogger Rabea Hertzer said...

Nein, mein Schwesterherz....ich sagte nur "oh", weil du einen kleinen Sonnenbrand gekriegt hast, was ich mir schon fast dachte, als ich las, dass du in der Sonne eingeschlafen warst. Hast du natuerlich erst ganz zum Schluss zugegeben!
Ist es denn jetzt besser, oder schmerzt es sehr?

23 May, 2007 13:26  
Anonymous Anonymous said...

Rabea! Schwester!
Ich HOFFE zutIEfst, dass du dies nicht ernst meinst!!!!!!!
Habe ich hier denn noch so einen unaufmerksamen Leser??!!!!??

Rabea! Rabea, RabEa!
Nein-also!

24 May, 2007 11:47  
Anonymous Anonymous said...

Tut mir natürlich leid, dass ich meinen einen Kommentar zwei Mal veröffentlicht habe! Entschuldingung!....
...Aber dieser langsame Rechner!

24 May, 2007 11:49  
Blogger Rabea Hertzer said...

Ups! Ja, hab eben noch mal nachgelesen. Aber ist ja auch kein Wunder...Gelb auf Weiss geht einfach nicht. Man kann das kaum lesen!

25 May, 2007 10:27  
Blogger LieschensWorld said...

tztztz tritt in der familien matthias häufiger eine lese-schwäche auf???

25 May, 2007 12:52  
Anonymous Anonymous said...

Handelt es sich bei mir auch um eine Leseschwäche oder hast du im roten Abschnitt bei "Ich stand auf, ..." vor lauter Satz einen Teil vergessen?
Ich für meinen Teil habe übrigens schon wieder meinen alljährlichen dunkelbraunen Nacken über meinem weißen Rücken.
Herzlichen Gruß!

25 May, 2007 15:06  
Anonymous Anonymous said...

OHHH!
Markus, ich danke dir recht herzlich für diesen Hinweis!
Ich habe es korrigiert, allerdings ewats notdürftig, das gebe ich zu.

28 May, 2007 08:26  

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