Friday, May 11, 2007

Momente des Glücks

Ich war sehr entsetzt als ich bemerkte in welch eine Falle man mich lockte. Als ich dringend meinen Text abtippen wollte, konnte ich mich nicht mehr so anmelden wie sonst.
Man drängte mir ein Google-Konto auf, welches für mich, die ich mich in einer aussichtslosen Situation zu befinden schien, die einzige Mögleichkeit war, auf die rascheste Art und Weise einen neuen Post zu erstellen.
Mit Schrecken und Qualen, ihr müsst mir glauben, ich war aufs bitterste enttäuscht, erkannte ich, dass ich weder Schrift, noch Farbe ändern konnte.
Und heute, wollte ich trotzalledem einen neuen Post schreiben und siehe da, alles ist wie vorher. Also fast. Und ich kann die Schriften verstellen, wie - ich - will!

Und nun zu meinem eigentlichen Postgrund:
Momente des Glücks.
Am Donnerstag, bin ich seltsamerweise so aufgestanden, dass ich tatsächlich noch in der Lage war zu Fuß zurt Bahn zu laufen.
Am Montag zum Beispiel, bin ich um 7:20 aufgestanden. Am Dienstag glaube ich um 7:10.
Ich laufe also zur Bahn. Rucksack auf dem Rücken, Tasche über die Schulter.
Schläger im Rucksack. Auf Badminton habe ich mich gefreut, nämlich das macht Spaß!
Und was wartete sonst noch auf mich?
Französisch in der Ersten. Genau wie freitags. Dann Geschichte. Sport. Sport.
Spanisch. Spanisch. TheAter. Theater. Und dann ? Chemienachhilfe (:)
Naja. Nun. Wie das so ist. Man sitzt in der Bahn. (das war übrigens der Tag, an dem ich morgens in der Bahn auch das Vergnügen hatte, Dorinas Französischaustauschpartnerin kennen zu lernen. Melina (ich weiß nicht ob die Franzmänner das auch so schreben. Vielleicht eher Mélina.))
Nun ja. Man sitzt also in der Bahn. Man redet, man hört man guckt, man schluckt, man denkt an den kommenden Biotest, die kommende Chemiearbeit, die kommende Französischarbeit, die kommende Spanisch-, englisch und Mathearbeit. Und an den zweiten komemnden Biotest.
So ist das Leben eines Schüler, doch der Schüler als solcher gibt nicht so leicht auf. Er hofft. Er hofft, dass einer der Lehrer doch LEICHT lediert sei, und zu Hause bleiben möge, sich ausruhen, von der horderndern
Meute, ooder meutenden Horde. Man hofft. Des Schülers Hoffnungen platzen spätestens, wenn er vor dem kargen Vertretungsplan steht.
Oder sie gehen in Erfüllung.
So schritten auch wir am Donnerstag zum V-Plan.
Lena und ich wir gingen zusammen, die anderen "unserer Leute" waren in der Nähe.
Und da, wir waren noch gar nicht direkt vor dem V-Plan, ganz unerwartet.
So wie Regen am heißesten Tag des Jahres, so wie Schnee im Juli, so wie die Meldung " da sind zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme geflogen", so wie etwas, was man einfach wirklich nicht erwartet. Und ich sage, etwas, das man WIRKLICH NICHT ERWARTET.
So unglaublich unerwartet, ruft Lena noch nicht vorm V-Plan, in eine andere Richtung, zur Tür, zeigend:
" ELISE! ELISE!"
Oh-hohohoo! Ihr glaubt es nicht. Was dachte ich? was sah ich? Was ging in mir vor?
Ich sage es euch:
ich dachte- WAS? ich sah- viele Leute, keine Elise
was ging in mir vor?- ich weiß es nicht. Es war überstürzte Freude, vermischt mit dem Gedanken der Ungläubikeit-ja, der UnMÖGLICHkeit, einfach, weil man nicht damit rechnete.
"Da!" sagte Lena "Da, Elise!"
Und da stand sie tatsächlich, komplett gegenwärtig, Vicki hatte sie schon entdeckt, Kaddi kam hinzu.
Um unserer unerwarteten, unglaublich einzigartigen Freundigkeit Ausdruck zu verleihen, hüpften und quietschten wir zugleich und wackelten dabei, in keinster Weise zum Überfluss!, mit den Armen wie Bernd das Brot!
Hach. ( ihr müsst euch vorstellen, dass hierzu ein tiefer, glücklicher Seufzer durch all meine Körperteile fließt)
Wir sprachen uns nur kurz, und sahen uns hinterher nicht mehr.
Und wir konnten sie vor lauter Freude auch gar nicht fragen, wie es ihr geht, wie die neue Schule ist und ob sie noch in der niedlichen kleinen Wohnung in der W.straße Nummer17 wohnt.
Aber wir haben uns gesehen. Endlich, wo man schon mit dem Gedanken spielen musste, dass man sich womÖglich, theoretisch gesehen, NIEmals wiedersehen könnte. Das müsste man sich einmal vorstellen, aber wir wollen es nicht tun.
Wir haben uns gesehen, und ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie wenig einen in diesem Moment alles andere nteressierte.
In diesem Moment des Glücks.

2 Comments:

Blogger Rabea Hertzer said...

Ohh wie cool! Elise!

15 May, 2007 19:46  
Anonymous Anonymous said...

Ja, das war so dufte sie wieder zu sehen!

16 May, 2007 13:08  

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